Durch die Überschlagtechnik habe ich die Möglichkeit, Öfen in freier, assymetrischer Form zu bauen:

Aus Tonplatten und Stegen wird der Original- Ofen in meiner Werkstatt aufgebaut und modelliert. Nach Festlegung der Kacheleinteilung wird der Ofen in einzelne Kacheln zerteilt. Diese werden im Schrüh- Brand langsam auf 900 ° erhitzt.

Währenddessen entwickele ich die gewünschte Glasur, nach dem Glasieren der geschrühten Kacheln werden diese im Glattbrand auf 1088° gebrannt.

Die fertigen Kacheln werden dann vom Ofenbaumeister am Ort Reihe für Reihe nebst Feuerraum, gemauerten Zügen und Schornsteinanschluß in der gleichen Form wieder zusammengebaut.

Im Gegensatz zur Verwendung von Industriekacheln bin ich hierbei an kein Rastermaß gebunden und daher frei in Grundrißgestaltung und Formgebung.

So kann der Ofen individuell den Wünschen der Kunden und optimal den Gegebenheiten des Hauses angepasst werden.

Vor allen Dingen aber bekommt er dadurch Charakter, Bewegung und Spannung.

Durch Verdrehung und Verjüngung wirken diese Öfen kleiner und eleganter bei gleicher Strahlungsfläche. Ein großer Vorteil der Verjüngung ist zudem, dass man sich an die schräge Ofenwand sehr bequem anlehnen kann.